Antoine Villoutreix – Paris Berlin

Antoine Villoutreix, der französische Wahlberliner lebt seit einigen Jahren in unserer chaotisch schönen Hauptstadt.

Die Einflüsse spürt man in seiner Musik, ein klangvoller Mix aus Folk, Chanson und Swing.

Ab dem ersten Lied „Alright“ seines neuen Albums „Paris Berlin“ fliegt man auf einer Wolke, gebettet in Geigen, Gitarren, Schlagzeug und dieser unverwechselbaren hauchig-rauen Stimme.

Antoine begleitet zurück in die Vergangenheit, auf Konzerte die man besucht hat, Menschen die man getroffen hat und Stunden, die man in vollen Zügen genossen hat. Er nimmt mit in die Zukunft, wärmt das Herz und berührt.

Antoine singt nicht nur auf Französisch, er bedient sich genauso gern an unserer Sprache, was äußerst charmant klingt mit diesem französischen Akzent. „Neben dir“ zeigt, wie klug seine Texte sind und wie fantastisch er die Musik dazu arrangiert.

Das neue Album von Antoine VilloutreixParis Berlin“ stellt er am 13.05.2016 im Stummfilmkino Delphi in Berlin vor.

 

Wir sind begeistert von Antoine Villoutreix, ein absoluter Geheimtip.

 

Wir sehen uns im Stummfilmkino Delphi zu seiner Record Release!

 

Hier der FB-Link zum Konzert: Antoine Villoutreix in Berlin 13.05.2016

https://www.youtube.com/watch?v=eyzXk6jTfXU

Sarah

Leon Francis Farrow – Leon Francis Farrow

Eine Band, ein Album, ein Name. Das was drauf steht, das bekommt man auch, und zwar genau DAS, keinen extra Schnick schnack, keine Farben, kein Tam Tam. Indierock, dass ist es was sie können und dass ist es was sie tun – sie spielen, bespielen alle Bühnen.

Leon Francis Farrow machen nicht nebenbei Musik, nein, sie sind Vollblutmusiker, Musiker mit Leib und Seele.

 

Die Berliner Band hat sich vor Jahren zusammen gefunden, lediglich Jacco hat es erst etwas später dazu gespült. Aber seitdem Jacco an Bord ist, wird gearbeitet, geschrieben und gespielt.

Ich freue mich, das Album schon vorab bestaunen zu können, gerade Songs wie „Plastic City“ haben es mir angetan. Es beginnt im Regen, mit diesem Gefühl im Bauch die Wolken einreißen zu wollen um wieder die Sonne ins Herz lassen zu können. Und da sind Leon Francis Farrow und hauen dir plötzlich die Gitarre, das Schlagzeug und das Tamburin um die Ohren, sodass du nur noch blau siehst und diese Wärme in dir aufsteigt die dir seit langem gefehlt hat.

Leon Francis Farrow können aber auch anders, sie hinterfragen viel und beschäftigen sich mit unserer aktuellen Politik.

In dem Song „Marilyn Said“ fordert Marilyn Monroe den heutigen Präsidenten auf seinen Friedensnobelpreis zurückzugeben, wenn ihm egal ist was sogar in seinem Land passiert.

 

Wer Leon Francis Farrow live erleben möchte hat jetzt die Gelegenheit dazu. Das Album Leon Francis Farrow erscheint am 08.04.2016!

Hier die Konzertdates:

07.04 Osnabrück, Der Zauber von OS
08.04 Hildesheim, WOHNZIMMER
09.04 Frankfurt, Secret Show
13.04 Tübingen, Café Haag
14.04 Stuttgart, Kap Tormentoso
15.04 Würzburg, Wunschlos Glücklich
16.04 Bielefeld, c.ult chamber unlimited ev
21.04 Celle, Ms – Loretta
22.04 Magdeburg, Turmpark
28.04 Hannover, Minchens Livemusic Club
29.04 Gelsenkirchen, Wohnzimmer GE

 

Und hier die aktuelle Auskopplung „Give it some Time“ aus dem Album „Leon Francis Farrow„:

https://www.youtube.com/watch?v=zS0g52l9Fpk&feature=youtu.be

 

Sarah

Konzertankündigung Kalle Mattson (Monarch) + A Tale Of Golden Keys (Kantine Berghain)

Na da hat sich Trickser Tonträger ja was was Süßes so kurz vor Weihnachten einfallen lassen:

2 Tage hintereinander Spass haben, sich beschallen lassen und in die Musiker verlieben, am 25.11. mit Kalle Mattson im Monarch und am 26.11. gehts dann frisch weiter mit A Tale Of Golden Keys in der Kantine – Da braucht man die Bierflasche zwischendurch nicht aus der Hand zu legen….

 

Aber nun der Reihe nach.

Kalle Mattson

Kalle ist ein kanadischer Musiker, der dem Folk-Genre entwachsen ist und nun die Pop-Arena sein zu Hause nennt.

Der Titelsong seiner im Oktober erschienen EP „Avalanche“ (erschienen bei der Plattenfirma Trickser Tonträger) sprüht nur so vor Energie, dass man einfach tanzen muss. 

Natürlich laden auch Songs wie „A Long Time Ago“ und „Baby Blue“ zum träumen ein, wer nicht träumen mag holt sich halt n Bier und wippt umher.

Kalle spielt am 25.11.2015 ab 21Uhr im Monarch, Skalitzer Straße 134, 10999 Berlin

Zum Facebook-Event geht hier entlang: https://www.facebook.com/events/1646981365519991/

 

A Tale Of Golden Keys

3 Jungs aus dem Umland von Nürnberg schreiben sich ihr innerstes von der Seele, helfen tut ihnen dabei die Abgeschiedenheit in ihrem Haus in Eckersmühl.

Die Band braucht nicht viel um große Stücke zu komponieren, die wenigen Stilmittel die sie einsetzen machen Songs wie „All of this“ zu etwas Besonderem, zu Musik wo man sich den Herzschmerz seiner ersten großen Liebe zurückwünscht um ihr dann dreckig ins Gesicht zu lachen. ♥

„Everything went down as planned“(erschienen bei der Plattenfirma Trickser Tonträger), ihr seit Oktober erhältliches Album, wird am 26.11. in der Kantine live vorgestellt.

Gregor hatte sich das gute Stück schon im Oktober angehört und rezensiert: http://www.berlinmittemusic.com/a-tale-of-golden-keys-everything-went-down-as-planned/

A Tale Of Golden Keys spielen am 26.11.2015 ab 21Uhr in der Kantine am Berghain, Am Wriezener Bahnhof, 10243 Berlin.

Zum Facebook-Event gehts hier entlang: https://www.facebook.com/events/1187559194602827/

 

Gewinne Gewinne Gewinne

Wir verlosen pro Konzert 2×2 Konzerttickets, schreibt uns bis zum 24.11.15 eine Mail an: tickets@berlinmittemusic.com !

A Tale of Golden Keys – Everything Went Down as Planned

Nach fünfjähriger Bandgeschichte veröffentlichen A Tale of Golden Keys ihr Debütalbum Everything Went Down as Planned. Dem wiederum hört man an, dass die drei talentierten Musiker des Projekts ihre gemeinsame Zeit sinnvoll genutzt haben und zu einer gereiften Band zusammengewachsen sind. Als solche haben sie sich von EP zu EP immer weiter von gängigen Genres isoliert, weshalb auch immer das leise Gefühl mitschwingt, ihre Kunst kaputtzumachen, sobald man anfängt, sie zu beschreiben. Für Pop haben sie zu viel Kraft, für Rock zu viel Feingefühl, für Folk stehen sie zu sehr auf Synthesizer, für Synthiepop zu sehr auf hohle Instrumente. Und für New Weird Bavarian sind sie zu bescheiden. Aber warum soll man sich auch einschränken, wenn doch der perfekte eigene Sound irgendwo zwischen den Schubladen rumliegt und man in der komfortablen Lage ist, ihn zu finden? Und A Tale of Golden Keys tragen nunmal diese seltene Begabung mit sich herum, aus den verschiedenen Indie-Elementen etwas Eigenes zu schaffen: einen völlig unaufgeregten Crossover.

Und die Unentschiedenheit des Genres ist es auch, was ihre Musik spannend macht, die sonst eher zurückhaltend ist und ihren Hörer*innen selbst durchaus Sensibilität abverlangt. Über subtilen, aber bestimmten Rhythmen und feinen Harmonien liegt ein andächtiger, mehrstimmiger Gesang. Sie haben viel Kraft, setzen diese aber bescheiden und klangverliebt ein. Immer wieder erarbeiteten sie sich diese aus der Tiefe leiser Klänge und zeigen, dass ein einfacher Klavierton härter einschlagen kann als ein Gitarrensolo. Sie hätten das Ganze einfacher haben können, aber wählen eben die anspruchsvollere Variante. Und an den Stellen, an denen ihre Musik dann wirklich ausbricht, kommt dies, dadurch, dass zuvor alle Alternativen durchgespielt wurden, viel mehr zum Tragen und erscheint so verdient und unausweichlich, dass es gezielten Sprengungen gleicht, die ja bekanntlich zu den schönsten Erscheinungen überhaupt zählen (man muss ja nur mal bei YouTube „Gebäudesprengung“ eingeben). „Everything Went Down as Planned“ entpuppt sich als überaus trefflicher Titel, so wie der Herbst sich als ein dankbarer Zeitraum für das Releasedatum erweist. Denn man kann die kalten, sonnigen Herbsttage zwar auch komplett ohne Musik genießen, aber mit den melancholischen Songs, die A Tale of Golden Keys nunmehr auf den Markt geworfen haben, fällt das doch erheblich leichter.

 

Gregor

Vögel die Erde essen – Besuch von innen

Vögel die Erde essen lassen sich schwer einfangen. Das wissen Jäger seit langem, das kriegen aber auch Musikjournalistinnen im Moment zu spüren. In diesen Tagen veröffentlicht diese Band mit dem Namen, der in jedem Festival-Line-Up die schöne, homogene Bandnamenreihe sprengt, ihr Debütalbum Besuch von innen. Wer je etwas von ihnen gehört hat, weiß, dass es viel zu erwarten gibt. Eine Menge Chaos und drei mutige Musiker, die sich ihm stellen. Aber was passiert da genau?

Es gibt: sich überschlagendes Getrommel, einen knurrend treibenden Bass, oft heulende, kryptische, dissonante Gitarrenspuren. Und dreistimmigen Gesang, der sich irgendwo zwischen Frittenbude-/Deichkind-Lebensparolen und Falsettarien bewegt. Wenn sich letztere hymnisch über einen vollen Groove-Rock-Sound erheben, erinnert die Band vom Sound her fast ein wenig an Muse. Was natürlich erstmal eine Palette ist. Aber alles ist momenthaft. Irgendwie ergeben sich auch immer mal Punk oder Noise Rock, wofür ihr Sound am Ende aber dann doch viel zu experimentell ist. Textlich wie musikalisch suchen die drei stets gemeinsam das Absurde, richten sich liebevoll darin ein und hauen alles wieder kaputt. Aber diese drei Phasen fressen sich so geschickt ineinander, dass ihre Musik eine ständige Unruhe produziert, was ihnen wie ihren Hörerinnen aber auch ziemlich viel abverlangt. Die Musik von Vögel die Erde essen ist bestimmt nicht für alle was und sicher keine Tischmusik. Aber dafür sind sie auch nicht angetreten: Wer komplexe Musik sucht, kommt voll auf seine Kosten.

In ihrer Verspieltheit erinnern sie, wenn man sie denn unbedingt vergleichen möchte, am ehesten noch an Bands wie The Mars Volta. Aber ihre Einflüsse erscheinen so unterschiedlich zu sein, dass man sie in jedem Fall von jedem Vorwurf freisprechen muss, es sich in einem Erbe bequem zu machen. Was sie hingegen wirklich charakterisiert, ist die ständige Wachheit, mit der sie ans Werk gehen. Sie sind sich schlicht für nichts zu schade und erspielen sich dadurch eine erfrischende Vielseitigkeit, die ihr Album Besuch von innen prägt.

Ein Beispiel: Der Song fahrstuhl nach unten fängt mit einem melancholischen Gesang an. Irgendwer singt ruhig, aber bedacht, einen Text in ein Mikrofon und singt so etwas wie: „In einer U-Bahn unter dem Meer … Das ist jetzt 150 Jahre her … Und ihr Quietschen reicht bis an den Strand … Und die Fische gehen langsam an Land“. Das hat der Song mit allen anderen des Albums gemeinsam – ständig ergeben sich Bilder, niemals ein vollkommen gedeckter Sinn. Später driftet das Lied ins Psychedelische ab, erreicht irgendwann einen Punkt, in dem er in ein apokalyptisches Finale münden könnte, zerfällt dann aber doch freiwillig in seine Elemente und ergibt sich dem Chaos, aus dem er kam.

Diese Unberechenbarkeit prägt ihren Sound und verspricht eine interessante Zukunft mit der jungen Band, der nichts im Wege zu stehen scheint. Außer dem Chaos selbst eben. Kein Wunder eigentlich, dass sie bei Kreismusik gelandet sind, dem Label, das auch Käpt‘n Peng trägt. Dort scheint sich ja ohnehin eine kleine Do-It-Yourself-Avantgarde zu versammeln, die aufmerksam beobachtet werden sollte. Besuch von innen auf jeden Fall ist eins der Alben der Stunde.

 

Gregor