Curse im Bi Nuu 21.04.2018

Curse war mit seinem neuen Album „Die Farbe von Wasser“ 6 Wochen auf Tour, das Abschlußkonzert hat er im Kreuzberger Bi Nuu gespielt. Unterwegs war er mit Simdal, Muso und Fab.

Curse hat mit den 3 Jungs weise gewählt, der Rap und Soul passen perfekt auf die kleine Reise ins Cursiversum!

Dass das Konzert ausverkauft ist war schon beim reinkommen zu spüren, man ist nichtmal in die Nähe der Bühne des kleinen Clubs gekommen. Also erstmal an die Bar, nen Wodka Energie bestellt und dann ab ins Publikum, kuscheln.

Der Sound war super, Curse intensiv wie man ihn kennt. Ab dem ersten Beat habe ich gefühlt was er mir mitteilen will.

Curse interagiert mit seinen Fans, er stellt sich auf dieselbe Ebene wie sein großes Gegenüber. Fans der ersten Stunde vom Album „Feuerwasser“ sind auf Neulinge getroffen, gefeiert haben alle gleich hart.

Der Prediger hat „kristallklarer Februar/ Für P.“ gespielt, live hat der Song mir Tränen in die Augen gespült sodass ich den Raum verlassen musste. Ein Song der eine Musikjournalistin zum weinen bringt…. das hat noch keiner geschafft.

Einen großen Respekt an dich Curse, du versprühst Leichtigkeit und sprichst im nächsten Moment Themen an die hart zu verdauen sind. Du liebst jeden wie er ist und zeigst es uns mit jeder Zeile von Neuem. Dafür lieben wir dich!

 

Sarah

Moses Pelham im Heimathafen Berlin 07.04.2018

Ich kannte wirklich nicht viel von Moses Pelham, das was ich kannte hat mir bisher nur wenig zugesagt.

Als Journalist geht man unvoreingenommen ins Konzert und gibt dem Interpreten eine ehrliche Chance.

Und in dem Fall war es auch gut so, nach ein paar Songs hat er mich zum wippen gebracht.

Geheime Welt“ ist mein Favorit des Abends, sinnlich und für die Dauerschleife geeignet.

Im Beats bauen ist Moses einer der ganz großen Meister, ich habs hart gefeiert!

Seine Texte sind ehrlich, tiefgründig und live on stage schön anzusehen. Moses Pelham hat Spass auf der Bühne, er geht ins Publikum und feiert sich und die Fans. Vor allem bei den alten Gassenhauern hats das Publikum aber aus den Latschen gerissen. Ich konnte einige männliche Fans orten die absolut textsicher mitgrölen konnten. 

Moses kam mit seiner Crew nach dem letzten Song zurück und spielte nochmal circa 30 Minuten, absolut Wahnsinn! Abgeschlossen hat er diesen grandiosen Abends mit „Meine Heimat„. 

Der Gitarrist der Gang Ali Neander hat schlussendlich den Vogel abgeschossen. Anfangs konnte man meinen der is einfach nur high bis in die Haarspitzen, seine highness hat er sich aber aus der Musik gezogen. Dieser ältere Typ der mit Dauergrinsen hinter seiner Gitarre versteckt steht fängt mit einmal an zu rappen, die BerlinMitteMusic- Crew ist fast vom Glauben abgefallen. Unglaublich, der Hammer, muss man gesehen haben. Der definitiv geilste Moment des Konzerts!

 

Fazit: Moses Pelham ist n geiler Typ, den muss man sich live ansehen! BerlinMitteMusic ist beim nächsten Berlin-Konzert wieder mit dabei!!!!!

 

Sarah

7 Jahre „Mit Vergnügen“ mit Nisse, Elif, Balbina, Judith Holofernes, Milliarden, Teesy, und und und

Bei der Playlist bin ich fast vom Bett gepurzelt, so unfassbar viele ,unfassbar schöne Menschen live on Stage und so viele von ihnen sind so tief in meinem Herz verankert……

Da muss ich die Jungs von „Mit Vergnügen“ schon vorab knutschen für diesen wundervollen Abend.

Die 19 schönsten Künstler und Künstlerinnen, einen Rapper und einen DJ (die waren aber auch beide wunderschön, vor allem wegen ihrer Zöpfe!), eingeladen von den 2 schönsten Chefs in ganz Berlin.

21 Künstler in 3h, da fragt man sich vorher schonmal wie das aussieht live on Stage. Singen alle gleichzeitig? Bekommt jeder den Slot für 1 Song oder wird vielleicht sogar doch ein Theaterstück aufgeführt – das wurde alles offen gehalten. Es sollte Variante 2 werden, jeder Act hat einen Song präsentiert, ich hätte mir gewünscht wir hätten dem Treiben noch weitere 3h zusehen dürfen.

In den Abend gestartet sind wir mit dem Frontmann der Band „ABBY“, er hat mit seiner Gitarre gefühlvoll in den Abend eingeführt. „Elif“ präsentierte mit ihrer tiefenentspannten, wunderschönen Art den Song „Umwege gehen“. „Elif“ sagte den mir bisher unbekannten Künstler „Drangsal“ an, bei dem schon sein Äußeres künstlerisch wertvoll ist. Guter Junge, mal was anderes, kann man öfter hören.

„Max Prosa“ folgte schnellen Fußes, er poesierte wie eh und je den Song „Glücklich mit nichts“.

Dann musste ich aber echt mal für kleine Tiger, soviel Aufregung geht eben irgendwann auch auf die Blase. Gekonnt schwebte ich auf meiner Wolke 7 durch den Saal bishin zum Eingang als der liebe Max den noch lieberen „Nisse“ ansagte…. Super dachte ich….schnell auf Wolke 1 springen, die hat mehr PS und ab zurück auf meinen Platz cruisen. „Nisse“ sang meinen Lieblingssong „Wie ein Mann“, wie immer gekonnt körperkontrolliert und sowieso sexy wie eh und je. Da hab ich dann schon eine kleine Fanträne verdrückt.

Jetzt war es aber Zeit wieder auf meine Wolke 7 zu steigen und kurz den Raum zu verlassen.

„Teesy“ und „Liam X“ fingen mit Verspätung an zu spielen, die hatten nämlich extra für mich so getan als wäre mit dem Keyboard was nicht ok damit ich nichts verpasse. 😉 „Teesy“ hatte nen guten Tag, der hat uns nicht nur an die Wand gerappt, der hat auch noch getanzt als gäbs keinen Morgen….Wahnsinn, Sarah ist jetzt „Teesy“-Fan!

„Femme Schmidt“ hat einen ruhigeren Ton angeschlagen, das war die Einstimmung auf „Friedrich Liechtenstein“

Dieser „Friedrich Liechtenstein“ ist ein Original, den muss man auch unbedingt mal live gesehen haben bevor man abtritt.Er erzählte uns erst die wahre Geschichte über sein Leben als „Elevator Man“ und gab dann den Song „Ride“ von „Lana del Ray“ zum Besten. Wirklich berührend, meine Begleitung schluchzte sogar kurz. Da packts dann auch mal nen echten Mann wenns so, so schön ist.

Es folgte ein Künstler namens „Dagobert“. Was der für ne Show abzieht, darauf war ich nicht gefasst. Von einer Sekunde auf die andere befand ich mich in Schlager-Heaven mit dem Typen mit gegelten Haaren und Lederstiefeln. Was für ne Show, er lief durchs Publikum, grabbelte nem Mädel aufm Kopf rum (Schlagerstyle eben), und drangsalierte die vorderen Reihen fast mit seinem Mikrofonkabel. Ich war erneut verliebt.

Der Sänger von der Band „Die Sterne“ performte „Universal Tellerwäscher“ – richtig schön zum mittanzen, es folgte „Teesy“ nochmal solo mit „Wen rufst du nachts an“ dann „Isolation Berlin“, Buddys von unserer Lisa, „Milliarden“  mit nem Song deddicated to Leadsingers Wife Anne. Der Tom von der Band „Fotos“ machte auch nochmal einen auf ruhig und dann folgte endlich meine „Balbina“, die Frau der ich stundenlang zuhören könnte. „Balbina“ spielte ihre aktuelle Single „Milchglas“ und tanzte um ihr Leben. An „Balbina“ würde auch noch der zerschundenste Mehlsack sexy aussehen.

„Balbina“ sagte ihre Freundin „Leslie Clio“ an, die ja echt tanzen kann – falls es mit der Musikkarriere nicht klappen sollte, tanzen wäre auf jeden Fall eine Option.

Geheimact Numero 1 betrat den Raum, der Mann mit den 2 Zöpfen, Mister Köpenick himself  „Romano“, da saß dann keiner mehr auf seinem Platz. Wer seine Mutter so richtig doll liebt, der schreibt ihr eben auch nen Song! Gefällt uns!

Dann kam die tolle „Dota“, auf „Dota“ folgte sexy „Judith Holofernes“, ich konnte nicht noch mehr aus dem Häuschen sein…..

Die „Mighty Oaks“ coverten von „Fleetwood Mac“ den Song „Dreams“ und ganz zum Schluss, folgte dann noch der schönste DJ,Geheimact Numero 2, nämlich „Oliver Koletzki“.

21 schöne Künstler, 2 schöne Chefs und last but not least: eine noch viel schönere Band bescherte allen einen schönen Abend, so schön konnte Depeche Mode an dem Abend garnicht peformen! Wer da lieber in die Waldbühne ist, war echt selbst Schuld…..

Die Band begleitete alle 21 Künstler über 3h, was ne Leistung. Ich habe nicht einen Fehler wahr genommen, und dann waren sie auch noch alle schön, war also nicht nur was fürs Ohr sondern auch was fürs Auge! 😉

Die After-Show-Party musste für mich leider früh enden, aber dort sichtete ich dann auch noch meinen LieblingsPrediger „Curse“.

So einen gelungenen Abend hatte ich seit Jahren nicht, und alles in einer unfassbar schönen Kulisse und so nah am Künstler, dass es fast wie ein Wohnzimmerkonzert war.

Chapeau liebes Team von „Mit Vergnügen“ – ab sofort feiert ihr jedes Jahr!

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Sarah

Konzertankündigung Kalle Mattson (Monarch) + A Tale Of Golden Keys (Kantine Berghain)

Na da hat sich Trickser Tonträger ja was was Süßes so kurz vor Weihnachten einfallen lassen:

2 Tage hintereinander Spass haben, sich beschallen lassen und in die Musiker verlieben, am 25.11. mit Kalle Mattson im Monarch und am 26.11. gehts dann frisch weiter mit A Tale Of Golden Keys in der Kantine – Da braucht man die Bierflasche zwischendurch nicht aus der Hand zu legen….

 

Aber nun der Reihe nach.

Kalle Mattson

Kalle ist ein kanadischer Musiker, der dem Folk-Genre entwachsen ist und nun die Pop-Arena sein zu Hause nennt.

Der Titelsong seiner im Oktober erschienen EP „Avalanche“ (erschienen bei der Plattenfirma Trickser Tonträger) sprüht nur so vor Energie, dass man einfach tanzen muss. 

Natürlich laden auch Songs wie „A Long Time Ago“ und „Baby Blue“ zum träumen ein, wer nicht träumen mag holt sich halt n Bier und wippt umher.

Kalle spielt am 25.11.2015 ab 21Uhr im Monarch, Skalitzer Straße 134, 10999 Berlin

Zum Facebook-Event geht hier entlang: https://www.facebook.com/events/1646981365519991/

 

A Tale Of Golden Keys

3 Jungs aus dem Umland von Nürnberg schreiben sich ihr innerstes von der Seele, helfen tut ihnen dabei die Abgeschiedenheit in ihrem Haus in Eckersmühl.

Die Band braucht nicht viel um große Stücke zu komponieren, die wenigen Stilmittel die sie einsetzen machen Songs wie „All of this“ zu etwas Besonderem, zu Musik wo man sich den Herzschmerz seiner ersten großen Liebe zurückwünscht um ihr dann dreckig ins Gesicht zu lachen. ♥

„Everything went down as planned“(erschienen bei der Plattenfirma Trickser Tonträger), ihr seit Oktober erhältliches Album, wird am 26.11. in der Kantine live vorgestellt.

Gregor hatte sich das gute Stück schon im Oktober angehört und rezensiert: http://www.berlinmittemusic.com/a-tale-of-golden-keys-everything-went-down-as-planned/

A Tale Of Golden Keys spielen am 26.11.2015 ab 21Uhr in der Kantine am Berghain, Am Wriezener Bahnhof, 10243 Berlin.

Zum Facebook-Event gehts hier entlang: https://www.facebook.com/events/1187559194602827/

 

Gewinne Gewinne Gewinne

Wir verlosen pro Konzert 2×2 Konzerttickets, schreibt uns bis zum 24.11.15 eine Mail an: tickets@berlinmittemusic.com !

Balthazar im Heimathafen, Berlin 28.4.2015

Der Heimathafen Neukölln gehört zu den am schwersten einzunehmenden Clubs Berlin. Ihn zu füllen schaffen einige Bands, ihm gerecht zu werden schon weniger, aber ihn einzunehmen? Sich diesen schönen alten Saal zu eigen zu machen? Wenige. Ich weiß von fünf Personen. Allesamt Mitglieder der belgischen Band Balthazar. Am 28. April gaben sie sich die Ehre, stellten ihr neues Album Thin Walls vor und stellten unter Beweis, wie gut es sich in ihr gesamtes Schaffen einfügt. Aber wer sind Balthazar eigentlich?

Sie treten auf wie eine kleine verschworene Bande, fünf Leute, die scheinbar nichts miteinander gemeinsam haben als, dass sie ab und zu zusammen auf eine Bühne klettern und ihre Unterschiedlichkeit in einen vielschichtigen Sound auflösen. Zwei Frontsänger mit Gitarren geben sich gegenseitig viele Freiräume zur Entfaltung. Der eine klingt mehr wie Nick Cave, der andere mehr nach Alex Turner. Alle Instrumente haben live viel mehr als auf der Platte eine Tendenz zur Übersteuerung, was besonders im Falle der bandeigenen Geige einen bemerkenswert weichen, breiten Klang erzeugt. Mechanische Instrumente mit hohlen Körpern verschmilzen mit synthetischen Klängen zu eigentümlichen Sounds. Balthazars Musik ist nun über drei Alben gereift. In ihr gehen diverse Tendenzen auf. Auf der einen Seite lässt sich ein gewisser Stoner-Einfluss schlecht absprechen, auf der anderen Seite sind da immer diese verschrobenen Rhythmen, die sie, neben der Ähnlichkeit der Stimmen, öfter mal in einem Satz mit den Arctic Monkeys erwähnt werden lassen.

Balthazar erzeugen monumentalen, melancholischen Indierock, aus dem sich, wie aus dichtem Nebel, immer wieder Melodien befreien. Dadurch liegt eine Spannung in der Musik, da Songs immer wieder in verschiedene Richtungen und Rhythmen ausbrechen können. Mal laufen sie in einen fünfstimmigen Chor, mal in laute Instrumentalparts, mal führen sie in Soloausflüge und klingen im Stillen aus. Sie liefern eindringliche, nachdenkliche, tanzbare Musik.

Und wenn die Texte teilweise in die tiefsten Trivialitäten des Lebens und der Liebe führen, so werden diese doch so eindrucksvoll besungen, dass sie ergreifen. Und nichts erscheint mehr nichtig, wenn es dir fünfstimmig und inbrünstig entgegengesungen wird und wenn es sich in einen dröhnenden Groove einfügt, der zur Bewegung zwingt. Und es ein ausverkaufter Heimathafen mitsingt. In diesen Momenten ist der Club eingenommen, der alte Saal hat einen neuen Sinn gefunden und richtet sich auf das passiv beleuchtete Balthazar-Logo aus, die vielmehr über allem zu schweben scheint, als der Stuck und die Holztribüne es je vermögen.

Die Show hinterlässt bleibenden Eindruck. Klar, die kleinen Balthazar erfahren momentan ein enormes Wachstum und sie können mittlerweile ganz andere Räume ausfüllen. Die Nummer kann überall funktionieren. Aber irgendwie wird man den Eindruck nicht los, dass es richtig war, sie sich im Heimathafen anzugucken.

 

Gregor