Zu Unrecht erfolgreich

Endlich mal wieder erfrischende deutsche Musik die nicht klingt wie jeder andere den man so in den deutschsprachigen Charts hört. „Sonnencrememädchen“ war der erste Song den ich mir angehört habe, erfrischend und Ohrwurmlastig! Toll toll toll!

Bei dem Song „Neo Hipster“ habe ich mir erstmal einen Kaffee gemacht und mir die Sonne ins Gesicht scheinen lassen, der richtige Song um die Seele baumeln zu lassen und über seine eigenen Klischees zu lachen. 

Aber Zu Unrecht erfolgreich können genausogut auch nachdenklich und betrübt sein ohne aufgesetzt zu wirken, wie zum Beispiel in dem Song „Dunkel„.

 

Die Sängerin Doreen Müller erinnert in ihrer Stimmfarbe an Judith Holofernes, zusammen mit ihrem Bandkollegen Nils Radeisen wechseln sie sich bei den Liedern ab. Die Instrumente spielten sie alle selbst ein, bei ausgewählten Liedern wurden Sie von anderen Musikern instrumental unterstützt. Bis auf das Lied „Unicorn Heaven“ sind alle Lieder deutschsprachig, aber auch „Unicorn Heaven“ ist absolut hörenswert, es ist sehr verspielt und romantisch.

Politisch wird’s bei „Nette Nazis„, das Lied mag lustig daherkommen, aber lachen kann man trotzdem nicht, da es die Realität und das Gedankengut in unserem Land widerspiegelt. Vielleicht regt es manch einen an über sich und sein Umfeld umzudenken – ich hoffe sehr!

 

Nils gedenkt in dem Lied „Nordmann“ dem heutzutage unnötigen Ritual sich zu Weihnachten echte Bäume ins Wohnzimmer zu stellen, daraus einen Song zu machen – Thumbs up!

Zu Unrecht erfolgreich zeigen mit jedem weiteren Lied wie tiefsinnig sie sind, aus dem Hobbyprojekt sollte sich unserer Meinung nach ein Hauptberuflichprojekt entwickeln!

Aktuell arbeiten Doreen und Nils an ihrem zweiten Album, über Live-Auftritte ist uns derzeit nichts bekannt. Das wird sich aber sicher ganz schnell ändern!

Bitte schenkt uns mehr davon ihr Zu Unrecht erfolgreich und bald total erfolgreichen zwei!

 

Sarah

https://www.youtube.com/watch?v=KAtPKryH7Yo

Tim Bendzko – keine Maschine

Geschichten schreiben kann er, dieser Tim Bendzko – über sich, seine Lieben, seine Geliebten und was ihn alles bewegt.

Musik macht er sicherlich genauso lang wie er Fußball spielt. An sich geglaubt hat er immer, ich ebenfalls. „Tim wird bekannt, die Leute werden seine Lieder singen.“ Wie bekannt er dann wurde, das hat dann aber dann doch kaum jemand kommen sehen. Auf Tim hatte Deutschland gewartet, er war endlich mal wieder jemand der die Dinge unserer Generation ansprach und gerade mit seinem „Nichtperfektsein“ konnten sich soviele identifizieren. 

Der Erfolg hat ihn nicht abheben lassen, er hat ihn wohl sogar noch mehr zu seinen Wurzeln geführt. Tim liebt die Musik, die Musik liebt ihn.

„Keine Maschine“ vom kommenden Album „Immer noch Mensch“ ist nach langer Durststrecke ein typischer Bendzko. Durchproduziert bis zum letzten Ton, ein Video in einer der schönsten Ecken unserer Welt und serviert wird das Schmuckstück mit Cocktailkirsche und Happy End.

 

https://www.youtube.com/watch?v=u5Vz7obL460

Sarah

Antoine Villoutreix – Paris Berlin

Antoine Villoutreix, der französische Wahlberliner lebt seit einigen Jahren in unserer chaotisch schönen Hauptstadt.

Die Einflüsse spürt man in seiner Musik, ein klangvoller Mix aus Folk, Chanson und Swing.

Ab dem ersten Lied „Alright“ seines neuen Albums „Paris Berlin“ fliegt man auf einer Wolke, gebettet in Geigen, Gitarren, Schlagzeug und dieser unverwechselbaren hauchig-rauen Stimme.

Antoine begleitet zurück in die Vergangenheit, auf Konzerte die man besucht hat, Menschen die man getroffen hat und Stunden, die man in vollen Zügen genossen hat. Er nimmt mit in die Zukunft, wärmt das Herz und berührt.

Antoine singt nicht nur auf Französisch, er bedient sich genauso gern an unserer Sprache, was äußerst charmant klingt mit diesem französischen Akzent. „Neben dir“ zeigt, wie klug seine Texte sind und wie fantastisch er die Musik dazu arrangiert.

Das neue Album von Antoine VilloutreixParis Berlin“ stellt er am 13.05.2016 im Stummfilmkino Delphi in Berlin vor.

 

Wir sind begeistert von Antoine Villoutreix, ein absoluter Geheimtip.

 

Wir sehen uns im Stummfilmkino Delphi zu seiner Record Release!

 

Hier der FB-Link zum Konzert: Antoine Villoutreix in Berlin 13.05.2016

https://www.youtube.com/watch?v=eyzXk6jTfXU

Sarah

Leon Francis Farrow – Leon Francis Farrow

Eine Band, ein Album, ein Name. Das was drauf steht, das bekommt man auch, und zwar genau DAS, keinen extra Schnick schnack, keine Farben, kein Tam Tam. Indierock, dass ist es was sie können und dass ist es was sie tun – sie spielen, bespielen alle Bühnen.

Leon Francis Farrow machen nicht nebenbei Musik, nein, sie sind Vollblutmusiker, Musiker mit Leib und Seele.

 

Die Berliner Band hat sich vor Jahren zusammen gefunden, lediglich Jacco hat es erst etwas später dazu gespült. Aber seitdem Jacco an Bord ist, wird gearbeitet, geschrieben und gespielt.

Ich freue mich, das Album schon vorab bestaunen zu können, gerade Songs wie „Plastic City“ haben es mir angetan. Es beginnt im Regen, mit diesem Gefühl im Bauch die Wolken einreißen zu wollen um wieder die Sonne ins Herz lassen zu können. Und da sind Leon Francis Farrow und hauen dir plötzlich die Gitarre, das Schlagzeug und das Tamburin um die Ohren, sodass du nur noch blau siehst und diese Wärme in dir aufsteigt die dir seit langem gefehlt hat.

Leon Francis Farrow können aber auch anders, sie hinterfragen viel und beschäftigen sich mit unserer aktuellen Politik.

In dem Song „Marilyn Said“ fordert Marilyn Monroe den heutigen Präsidenten auf seinen Friedensnobelpreis zurückzugeben, wenn ihm egal ist was sogar in seinem Land passiert.

 

Wer Leon Francis Farrow live erleben möchte hat jetzt die Gelegenheit dazu. Das Album Leon Francis Farrow erscheint am 08.04.2016!

Hier die Konzertdates:

07.04 Osnabrück, Der Zauber von OS
08.04 Hildesheim, WOHNZIMMER
09.04 Frankfurt, Secret Show
13.04 Tübingen, Café Haag
14.04 Stuttgart, Kap Tormentoso
15.04 Würzburg, Wunschlos Glücklich
16.04 Bielefeld, c.ult chamber unlimited ev
21.04 Celle, Ms – Loretta
22.04 Magdeburg, Turmpark
28.04 Hannover, Minchens Livemusic Club
29.04 Gelsenkirchen, Wohnzimmer GE

 

Und hier die aktuelle Auskopplung „Give it some Time“ aus dem Album „Leon Francis Farrow„:

https://www.youtube.com/watch?v=zS0g52l9Fpk&feature=youtu.be

 

Sarah

A Tale of Golden Keys – Everything Went Down as Planned

Nach fünfjähriger Bandgeschichte veröffentlichen A Tale of Golden Keys ihr Debütalbum Everything Went Down as Planned. Dem wiederum hört man an, dass die drei talentierten Musiker des Projekts ihre gemeinsame Zeit sinnvoll genutzt haben und zu einer gereiften Band zusammengewachsen sind. Als solche haben sie sich von EP zu EP immer weiter von gängigen Genres isoliert, weshalb auch immer das leise Gefühl mitschwingt, ihre Kunst kaputtzumachen, sobald man anfängt, sie zu beschreiben. Für Pop haben sie zu viel Kraft, für Rock zu viel Feingefühl, für Folk stehen sie zu sehr auf Synthesizer, für Synthiepop zu sehr auf hohle Instrumente. Und für New Weird Bavarian sind sie zu bescheiden. Aber warum soll man sich auch einschränken, wenn doch der perfekte eigene Sound irgendwo zwischen den Schubladen rumliegt und man in der komfortablen Lage ist, ihn zu finden? Und A Tale of Golden Keys tragen nunmal diese seltene Begabung mit sich herum, aus den verschiedenen Indie-Elementen etwas Eigenes zu schaffen: einen völlig unaufgeregten Crossover.

Und die Unentschiedenheit des Genres ist es auch, was ihre Musik spannend macht, die sonst eher zurückhaltend ist und ihren Hörer*innen selbst durchaus Sensibilität abverlangt. Über subtilen, aber bestimmten Rhythmen und feinen Harmonien liegt ein andächtiger, mehrstimmiger Gesang. Sie haben viel Kraft, setzen diese aber bescheiden und klangverliebt ein. Immer wieder erarbeiteten sie sich diese aus der Tiefe leiser Klänge und zeigen, dass ein einfacher Klavierton härter einschlagen kann als ein Gitarrensolo. Sie hätten das Ganze einfacher haben können, aber wählen eben die anspruchsvollere Variante. Und an den Stellen, an denen ihre Musik dann wirklich ausbricht, kommt dies, dadurch, dass zuvor alle Alternativen durchgespielt wurden, viel mehr zum Tragen und erscheint so verdient und unausweichlich, dass es gezielten Sprengungen gleicht, die ja bekanntlich zu den schönsten Erscheinungen überhaupt zählen (man muss ja nur mal bei YouTube „Gebäudesprengung“ eingeben). „Everything Went Down as Planned“ entpuppt sich als überaus trefflicher Titel, so wie der Herbst sich als ein dankbarer Zeitraum für das Releasedatum erweist. Denn man kann die kalten, sonnigen Herbsttage zwar auch komplett ohne Musik genießen, aber mit den melancholischen Songs, die A Tale of Golden Keys nunmehr auf den Markt geworfen haben, fällt das doch erheblich leichter.

 

Gregor